KI im Marketing: Du hast den Zug nicht verpasst
Ich war an der AI in Marketing Switzerland im imposanten Circle in Zürich. Ein Tag voller Inputs, Beispiele und Aha-Momente rund um künstliche Intelligenz im Marketing.
Und gleich zu Beginn wurde es spannend.
In der Keynote «Vom Tool zur Autonomie: Der grosse Agentic AI Reality-Check im Marketing 2026» von Aldo Gnocchi, FHNW, gab es eine Live-Umfrage im Publikum.
Die Frage war sinngemäss:
Auf welcher Stufe steht eure Marketingabteilung beim Einsatz von KI?
Das Resultat war bemerkenswert.

Die grösste Gruppe arbeitet noch auf Stufe 1. Also mit isolierten Tools wie ChatGPT, Midjourney oder ähnlichen Anwendungen. Punktuell. Manchmal. Für einzelne Aufgaben. Ohne grosse Integration in Prozesse, Systeme oder den Arbeitsalltag.
Und weisst du was?
Das ist kein Grund zur Panik.
Im Gegenteil.
Viele stehen noch am Anfang
Im Moment fühlt es sich oft so an, als wären alle anderen schon viel weiter.
Überall liest man von Agentic AI, automatisierten Workflows, eigenen Chatbots, KI-Agenten, digitalen Zwillingen und Multi-Agenten-Systemen. Es klingt schnell so, als müsste man als Unternehmen längst auf Stufe 5 angekommen sein.
Die Realität sieht anders aus.
Viele Marketingabteilungen nutzen KI heute noch sehr einfach. Für Texte. Für Ideen. Für Bilder. Für Recherchen. Für erste Entwürfe.
Das ist nicht falsch.
Das ist ein Anfang.
Aber es ist eben erst der Anfang.
Der Zug ist nicht weg. Aber er fährt.
Was mich an der Umfrage beruhigt hat: Viele Unternehmen stehen an einem ähnlichen Punkt.
Was mich gleichzeitig angetrieben hat: Es tut sich gerade mächtig etwas.
KI im Marketing ist nicht mehr einfach ein Tool, das man ab und zu öffnet, wenn man einen Text braucht. KI wird mehr und mehr Teil von Prozessen. Von Workflows. Von Kundenreisen. Von Content-Produktion. Von Analyse. Von Automatisierung. Von interner Effizienz.
Genau hier entsteht der grosse Unterschied.
Nicht zwischen Unternehmen, die KI nutzen, und solchen, die KI nicht nutzen.
Sondern zwischen Unternehmen, die KI zufällig einsetzen, und solchen, die beginnen, daraus ein System zu machen.
Von einzelnen Tools zu echten Arbeitsabläufen
Stufe 1 ist:
Ich öffne ChatGPT und schreibe einen Text.
Stufe 2 ist:
Ich habe einen Chatbot, der meine Unternehmensdaten kennt.
Stufe 3 ist:
Ich verbinde Tools und baue erste Workflows.
Stufe 4 ist:
Ich delegiere abgegrenzte Aufgaben an KI-Agenten.
Stufe 5 ist:
Ich arbeite mit autonomen Multi-Agenten-Systemen, die ganze Aufgabenketten übernehmen.
Das klingt gross. Und ja, teilweise ist es das auch.
Aber der Weg dahin beginnt nicht mit einem riesigen Strategiepapier.
Er beginnt mit einer einfachen Frage:
Wo verlieren wir heute Zeit mit Aufgaben, die wiederkehrend, mühsam oder unnötig manuell sind?
Genau dort wird KI spannend.
Was wir bei Ponkt aktuell machen
Bei uns in der Agentur Ponkt sind wir selber voll mittendrin.
Wir testen.
Wir lernen.
Wir scheitern.
Wir verbessern.
Wir bauen Agenten.
Wir entwickeln Use Cases.
Wir automatisieren Abläufe.
Wir bringen KI Schritt für Schritt in unseren eigenen Alltag.
Nicht als Show.
Nicht als Buzzword.
Sondern dort, wo es wirklich hilft.
Bei Texten.
Bei Konzepten.
Bei Recherchen.
Bei Workflows.
Bei wiederkehrenden Aufgaben.
Bei Ideen, die früher irgendwo zwischen Kundentermin, Tagesgeschäft und «machen wir später» liegen geblieben sind.
Und genau dieses Wissen geben wir auch unseren Kunden weiter.
Inklusive Umwege.
Inklusive Fehler.
Inklusive Aha-Momente.
Denn das ist aus unserer Sicht entscheidend: KI muss im Alltag funktionieren. Nicht nur in einer Präsentation.
Es braucht keine Angst. Aber Bewegung.
Niemand muss morgen ein komplett autonomes Multi-Agenten-System im Unternehmen haben.
Aber jedes Unternehmen sollte sich heute fragen:
Wo stehen wir?
Was machen wir bereits?
Was passiert noch zufällig?
Welche Prozesse könnten einfacher werden?
Welche Aufgaben wiederholen sich ständig?
Wo könnten wir unser Team entlasten?
Wo könnten wir schneller, kreativer oder strukturierter arbeiten?
KI ersetzt nicht automatisch gutes Marketing.
Aber sie verändert, wie gutes Marketing entsteht.
Und genau deshalb lohnt es sich, jetzt damit zu beginnen. Nicht hektisch. Nicht kopflos. Nicht aus Angst, etwas zu verpassen.
Sondern pragmatisch.
Schritt für Schritt.
Unser Fazit
Viel Potenzial.
Noch wenig Umsetzung.
Der richtige Zeitpunkt ist jetzt.
Du hast den KI-Zug nicht verpasst.
Aber es ist ein guter Moment, einzusteigen.

Sieht gut aus, oder?


Kurze Rede – langer Sinn.
Das gibt’s bei uns.




